Neue Wege bei Soundcloud

Logo SoundcloudWas YouTube für Video ist, das ist Soundcloud für Audio. Eine in der Grundversion kostenlose Plattform, auf der Audioclips gespeichert werden können. Beliebt bei Musikern … aber auch bei Journalisten, die ein Zuhause für ihre Töne brauchen. Besonders für Mobilreporter praktisch, eine Aufnahme vom Ort des Geschehens hochzuladen und dem Publikum zugänglich zu machen

Und dann war plötzlich die Möglichkeit verschwunden, eine Audiodatei direkt aus der Soundcloud-App auf die Plattform zu laden und zu veröffentlichen. Dumme Sache … heißt es nun für Audio-Uploader von unterwegs die Plattform zu wechseln? Zu Audioboom, dem früheren Audioboo?

Entwarnung: Soundcloud ist auch weiter vom iPhone aus befüllbar, wenn auch auf einem neuen Weg

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Von Datenjournalisten und dem Amtsgeheimnis

Quelle: MKFI/WikipediaUsbekistan: 61 Punkte, Tadschikistan: 51 Punkte, Österreich: 37 Punkte. Österreich ist Schlusslicht – Platz 97 von 97 Kandidaten – im Länderranking der spanisch-britischen Nichtregierungsorganisation “Access Info Europe” und des kanadischen “Centre for Law and Democracy” bei der Frage, wie es die Staaten weltweit mit dem Recht auf Information für ihre Bürger und Medien halten. Markante Beispiele für die Situation in Österreich zählt Mathias Huter in seinem Artikel “Die verschlossene Republik” für die Juni-Ausgabe der Zeitschrift “Datum” auf.

Ende Juni kochte die mediale Debatte hoch, als Überlegungen der SPÖ-ÖVP-Koalition  bekannt wurden, bei der Reform der parlamentarischen Untersuchungs-Ausschüsse ein  “Verwertungsverbot“ für geheime Unterlagen durch Medien” ins Gesetz zu schreiben. Nach lautstarken Protesten ist dieses Vorhaben – zumindest vorerst – vom Tisch.

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Finanziert den Journalismus, nicht die Medienunternehmen!

Der Kommunikationswissenschafter Hannes Haas ist nach kurzer, schwerer Krankheit am 20. März 2014 verstorben. Wissenschaft, Medienbranche und Politik würdigen das Schaffen von Haas (1) (2) (3). Professor Haas hat unter anderem im vergangenen Jahr im Auftrag des Bundeskanzleramtes die österreichische Presseförderung evaluiert. Sein Fazit: Mit Blick auf das Ziel, nämlich den Erhalt der Pressevielfalt, ist Hannes Haas’ Meinung nach die Presseförderung in ihrer jetzigen Form nicht effektiv:

“Nicht Titel oder Medienunternehmen, sondern journalistische Inhalte sollten deswegen künftig in den Mittelpunkt der Finanzierung durch die öffentliche Hand gestellt werden.”

Diese Feststellung sollte Auftrag für die Medienpolitik sein, die Förderung der österreichischen Medien auf neue Füße zu stellen. Und das rasch, denn die Zeit drängt!

2014 … eine Zustandsanalyse

Was  bringt 2014 für den JournalismusWenige Tage vor Neujahr, bevor aus 2013 2014 wird, ist in zahlreichen Rückblicken dargelegt worden, was im zu Ende gehenden Jahr die heimische Medienbranche mehr oder weniger bewegt hat – hier oder hier oder hier.

Trends für 2014 werden prophezeit – für die sozialen Netzwerke oder für den Medien- und Telekommunikationsbereich. Wir dürfen gespannt sein, ob sich die Ereignisse im kommenden Jahr an diese Prognosen halten.

Was diese Vorhersagen wert sind, liegt heute noch im Dunkel. Aber die Ausgangssituation für den Journalismus im nächsten Jahr lässt sich am Ende dieses Jahres zusammenfassen.

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Ein bisschen Selbstdarstellung

Cover_OeJIn diesem Blog habe ich es mir zur Gewohnheit gemacht über neue aber auch bedenkliche Entwicklungen, informative Websites und Bücher und über interessante Personen und deren Meinung zu bestimmten Themen zu schreiben. Heute mache ich eine Ausnahme und betreibe ein bisschen Selbstdarstellung. Peter Plaikner hat für die Ausgabe 10-11/2013 des “Österreichischen Journalisten” ein Interview mit mit geführt über Veränderungen im und Zukunft des Journalismus. Unter dem Titel

Ruhig, aber rastlos

Gerhard Rettenegger, einst Chefredakteur des ORF Salzburg, sucht nach Antworten, wie die technische Revolution nicht nur Bedrohung, sondern auch Fortschritt für Medien sein kann.

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Orientierung geben – den Überblick behalten

Screenshot (c) GuardianSeit Anfang Juni Guardian-Aufdeckungsjournalist Glenn Greenwald seinen ersten Artikel über die Praktiken des US-Geheimsdienstes NSA veröffentlicht hat, vergeht keine Woche, oft kein Tag ohne neue Enthüllungen, politische Forderungen, internationale Verstimmungen, politische Forderungen, Rechtfertigungsversuche, etc. zur Überwachungs- und Spionageaffäre. Die Suche in Google nach den Begriffen “NSA” und “Affäre” brachte heute 3,13 Mio Fundstellen.

Details der Affäre wie das abgehörte Mobiltelefon der deutschen Bundeskanzlerin oder die Asyldebatte um den Lieferanten der brisanten Dokumente, Edward Snowden, bleiben in Erinnerung – der große Überblick über die NSA-Affäre und damit ihre wahres Ausmaß geht über die Monate und mit den vielen Detailenthüllungen aber verloren.

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Zeitung ist Zeitung, Journalismus ist Journalismus

Quelle: http://piqs.deIn der deutschen Zeitungsbranche herrscht seit 25. Juli Aufregung. Grund dafür ist die Entscheidung des Axel-Springer-Konzerns seine Regionalzeitungen, Frauen- und Programmzeitschriften an die Funke-Gruppe zu verkaufen. Diese Entscheidung sorgt für heftige Diskussionen. Und immer wieder wird dem Springerverlag der Vorwurf gemacht, dass er sich mit dem Verkauf vom Journalismus verabschiede. So auch auf Spiegel Online:

Der Springer-Verlag verkauft ein riesiges Paket von Zeitungen und Zeitschriften an die Konkurrenz und entkernt sich damit selbst. Europas größtes Zeitungshaus glaubt offenbar nicht mehr daran, dass man mit Journalismus in Zukunft noch Geld verdienen kann. Ein verlegerischer Offenbarungseid.

Wenn sich Springer von zahlreichen Printprodukten verabschiedet um “eine stringente Digitalisierungsstrategie” zu verfolgen, dann wird das in Teilen der Branche mit einem Abschied vom Journalismus gleichgesetzt. Keine Tageszeitung = kein Journalismus, so liest sich für mich die Gleichung, die nach dem 920-Millionen-Euro-Deal in den Führungsetagen und Redaktionen deutscher Printunternehmen aufgestellt wird.

Diejenigen, die diese Gleichung am lautesten proklamieren, sind naturgemäß Zeitungsjournalisten. Wenn das Argument, im Digitalen, also im Internet ließe sich kein Geld verdienen, auf Spiegel Online zu lesen ist, dann entbehrt das zusätzlich nicht der Skurrillität. Denn Spiegel Online gewinnt im Gegensatz zum gedruckten Spiegel Leser und verdient Geld.

Abgesehen davon – die Gleichung “keine Tageszeitung = kein Journalismus” ist jedenfalls falsch. Denn das Zeitungspapier ist nur das Medium, auf dem die journalistischen Beiträge zum Leser tranpsortiert werden. Kein Vertriebskanal jedoch ist entscheidend für die Qualität dessen, was transportiert wird. Eine logische Schlussfolgerung, die für viele so logisch gar nicht ist. Zum Beispiel für Valdo Lehari, den Vorsitzenden des Verbandes Südwestdeutscher Zeitungsverleger. Er verknüpft den Weiterbestand von Tageszeitungen in einem Interview gar damit, wie unsere Gesellschaft in Zukunft aussehen wird:

Ist das weiterhin eine informierte, aufgeklärte Gesellschaft – oder reicht ein Häppchen-Journalismus, der lediglich aus Überschriften besteht? Für eine aufgeklärte Gesellschaft liefern die Tageszeitungen die Grundversorgung […].

Der grundlegende Irrtum auch in der Journalismus-Debatte nach dem der Springer-Pulbikationen ist die Annahme, dass Qualitätsjournalismus nur auf gedruckten Papier präsentiert werden könne. Diese Meinung teile ich mit Cicero-Chefredakteur Christoph Schwennicke, der diese Fehleinschätzung in einer Analyse auf den Punkt bringt:

Dieser Ansatz ist falsch. Er setzt das Trägermedium, das Vehikel, gleich mit dem Produkt, das auf diesem Trägermedium zum Konsumenten transportiert wird. Und das ist ein Irrtum, dem ein strategischer Handlungsfehler zugrunde liegt, der vor Jahren begangen wurde.

Print und Digital sind zunächst einmal Transportwege, zwei Medien im ursprünglichen Wortsinne. Und die Transportmittel von Nachrichten haben sich seit Jahrhunderten ständig verändert. […]

Mit einem bestimmten Journalismus, Qualität oder Junk, hat das Transportmittel zunächst einmal gar nichts zu tun.

Darauf hinzuweisen ist nötig, weil die der Monopolanspruch von Tageszeitungen auf guten Journalismus, wie ihn manche in der Branche stellen, von der tatsächlichen Gefährdung für den Journalismus ablenkt: Die Grundlagen, um anspruchsvollen Journalismus zu betreiben, werden zunehmend weggespart – nicht nur in Zeitungsredaktionen, wie ich aus eigener Erfahrung weiß. Daher muss es in erster Linie um die Frage gehen, wie der Journalismus überleben kann und nicht die Vertriebskanäle, in denen seine Produkte zu den Lesern, Sehern, Hörern und Usern gebracht werden.

Multimedia muss einen Zweck haben

CC BY NC SA Gerhard RetteneggerSnowfall, the Avalanche at Tunnel Creek“, das umfangreiche Multimedia-Feature der New York Times war ein großer Erfolg. Redakteur und Projektleiter John Branch erhielt dafür heuer, 2013, einen Pulitzerpreis. Das aufwändige Multimedia-Projekt war so erfolgreich, dass es in manchen Redaktionen heißt: “Wir snowfallen eine Geschichte”, wenn sie multimedia aufbereitet wird.

“Manche Medienleute glauben, dass wir mit diesem Projekt bahnbrechend für die Zeitungsbranche waren”, sagt John Branch in einem Interview, dass ich vor wenigen Tagen mit ihm über “Snowfall”, über Multimedia und Journalismus geführt habe.

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The Future of Journalism is …

In einem inspirierenden Video haben Studierende der Columbia Journalism School unterschiedlichste Meinungen eingeholt, wie die Zukunft des Journalismus aussehen kann:

  • One-Man/Woman-Show
  • Freiberufler
  • Kollaboration
  • Datenjournalismus
  • Globalisierung

Das Video reflektiert naturgemäß stark die Mediensituation in den Vereinigten Staaten.

Future of Journalism from videostorytelling on Vimeo.

“Das Internet nimmt Journalisten nichts weg”

Mercedes BunzFür Mercedes Bunz ist es ein verhägnisvolles Missverständnis: “Solange wir Journalisten glauben, das Internet ist ‘die andere Öffentlichkeit’, die uns bedroht und uns unsere eigene Öffentlichkeit wegnimmt, solange begehen wir einen Fehler.” Journalisten würden nicht mehr im Web, sondern mit dem Web veröffentlichen, zitiert die Kulturwissenschafterin und Journalistin  Emily Bell, ihre frühere Kollegin beim britischen “The Guardian” und die jetzige Journalismusprofessorin.

Die sozialen Netzwerke führten zu einem Paradigmenwechsel. Bislang hatte der Journalist “die Fähigkeit Öffentlichkeit herzustellen für sich alleine, das konnte außer ihm vielleicht noch der Künstler”, anaylsiert Bunz. In den sozialen Netzwerken entsteht nun diese digitale Öffentlichkeit, “und der Journalist denkt erst Mal: man verliert irgendwas.”

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