Klangreisen mit Jim Metzner

Für Jim Metzner sind Klänge jene Zutaten, die sein Publikum Geschichten ganzheitlich erfahren lassen. “Klänge vermitteln mehr Informationen als Worte”, sagt der Mann, der Audio-Storytelling als seine Mission nennt und dessen hauptsächliche Werkzeuge Mikrofon und Aufnahmegerät sind. Seit mehr als 40 Jahren. Er formuliert interessante Einsichten und Empfehlungen in einer Welt, die – so hat es oft den Anschein – nur noch von Bildern und Videos, dominiert wird.

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Vom Glauben an die Glaubwürdigkeit

“Das Vertrauen in die Berichterstattung von Qualitätsmedien bleibt hoch”, freut sich das ZDF in den eigenen Nachrichtensendungen und auf der “ZDF heute”-Facebook-Seite. Das Zweite hat Mitte November von der “Forschungsgruppe Wahlen” eine Umfrage über die Glaubwürdigkeit von Medien erstellen lassen. Nach Juni 2015 und Mai 2016 war dies bereits die dritte Befragung, an der 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ab 16 Jahren teilnahmen.

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News ohne Paper- und was auf TV zukommt

news-ohne-paper129 Jahre lang haben die Zeitungsherausgeber in den USA ihre Interessenvereinigung “Newspaper Association of America” genannt. Die Zeitungsherausgeber bedrucken zwar weiter Papier, aber ihre Vereinigung heißt seit heute “News Media Alliance“. Die Namensänderung “ist der Höhepunkt eines breiten Strategieplan um die Weiterentwicklung der Nachrichtenindustrie zu einem digitalen Multi-Plattform-Geschäftszweig und Premium-Content-Anbieter herauszustreichen”,  wird in der entsprechenden Presseaussendung begründet.

Die Auswirkungen der Medienkrise in den USA – und ihnen ist die Namensänderung letztlich geschuldet – sind aus europäischer Sicht ein Blick in die Zukunft. Die Entwicklungen kommen zeitversetzt (und oft abgeschwächt) über den großen Teich.

Wird der “Verband Österreichischer Zeitungen” auch irgendwann sein “Z” aus dem Namen streichen?

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Rettet den Lokaljournalismus

Oliver-JohnJohn Oliver, Gastgeber der wöchentlichen US-amerikanischen satirischen News-Show “Last Week Tonight” im Abo-Sender HBO hat sich in der ersten Augustfolge dem Lokaljournalismus und dessen bedauernswerten Zustand in den USA gewidmet. “Die Medien sind eine Nahrungskette, die ohne Lokalzeitungen auseinander fallen würde”, brach John Oliver eine Lanze fürs Lokale.

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Lesetipp: das 3D-Manifest des Gabor Steingart

Von einer “wunderbaren Chance, Journalismus wieder großartig zu machen” spricht Handelsblatt-Herausgeber Gabor Steingart. Als Wegweiser dorthin hat er bei der Garrick Utley Lecture im New Yorker University Club sein 3D- Manifest vorgetragen.

3D-Journalismus heißt demnach “digital”: Journalisten müssen weg von der Einwgkommunikation zu einer interaktiven Kommunikation. Sie müssen erzählen, zuhören und transparent arbeiten, weil das Publikum keine passive Masse mehr ist.

3D-Journalismus heißt “demokratisch”: Weil die Leser, Hörer, Zuseher und User keine passive Masse mehr sind, wollen sie sich aktiv an der öffentlichen Diskussion beteiligen. Journalisten müssen dafür unter anderem die Debattenräume schaffen.

3D-Journalismus heißt “deutlich”: Journalisten müssen wieder etwas zu sagen haben, Steingart fordert die Rückkehr zu Relevanz: “Unsere Aufgabe sollte es sein, Information und Orientierung zu bieten, nicht nur Entertainment.”

Ein lesenswerter Text, der meiner Meinung nach einen richtigen und notwendigen Weg aufzeigt. Seht Ihr das auch so? Mich würde eure Meinung dazu interessieren.

Zum 3D-Manifest des Gabor Steingart geht es hier.

 

Smartphone statt Übertragungswagen

“Livestreaming wird das nächste große Ding”, sagt Blogger, Fernsehjournalist und Early Adopter Richard Gutjahr beim gelungenen, ersten Live-Webinar der ‘torial-Academy. Und weiter: was heute die Selfie-Fotos sind, werden nicht morgen, aber in absehbarer Zeit die ganz persönliche Echtzeit-Videostreams sein. Ins Internet übertragen werden sie mithilfe von Services wie Periscope oder Meerkat, die noch so jung sind, dass deren technisches und soziales Potenzial überhaupt noch nicht ausgeschöpft ist.Oder durch Facebooks Live, mit dem zur Zeit aber nur Prominente Videos streamen dürfen.

Was Richard Gutjahr sagt, ist für mich schlüssig.

 

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Schneller Railjet, lahmes WLAN

“Da macht Bahnfahren gleich noch mehr Freude”, verkünden die ÖBB vollmundig auf der Verbindungsseite für das WLAN, das der kommunikationsfreudige Bahnreisende während der Fahrt von A nach B kostenlos benutzen darf.

Doch die angekündigte Freude mag sich nicht so recht auf mich übertragen. Montag, 23.3., Railjet 61, Abfahrt um 9.08 von Salzburg nach Wien Westbahnhof. Tablet und Smartphone verbinden sich rasch und problemlos mit dem Railjet-WLAN. Das war aber schon das einzig schnelle in Bezug auf das Internet.

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Vom guten Ton am Smartphone

Mikrotest-IlluDas Smartphone ist die Werkzeugkiste des Journalisten, die er in der Jackentasche mit sich herumträgt. Wie gut aber sind die Ergebnisse, die das Universalwerkzeug liefert? Zum Beispiel: die Audioqualität. Töne lassen sich problemlos aufnehmen, aber welche Mikrofone sind nötig um Geräusche, Interviews und Reportertexte aufzunehmen, die professionellen Ansprüchen genügen?

Ich habe verschiedene Wege ausprobiert, Töne in mein iPhone zu bekommen. Hier sind die Ergebnisse des Vergleichstests:

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Zahlenspielerei … Zeitungssterben?!?

Roland Unger, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

 

Eine Zahlenspielerei. Die Datenspezialisten von OpenDataCity haben sich Zahlenkolonnen der IVW, der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e. V., in Deutschland vorgenommen. Herausgekommen ist ein interaktives Chart, in dem die Enwicklung der Auflagezahlen deutscher Zeitungen, die seit 2001 mindestens einmal eine Auflage von 25.000 Exemplaren hatten. “Wir projizieren die Auflagenzahlen in die Zukunft und berechnen, wie lange es dauert, bis eine Publikation die Hälfte ihrer Auflage verliert”, schreiben die Zahlenverarbeiter. Zeitungstitel nach Belieben eingeben und auf die Lupe klicken:

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Neue Wege bei Soundcloud

Logo SoundcloudWas YouTube für Video ist, das ist Soundcloud für Audio. Eine in der Grundversion kostenlose Plattform, auf der Audioclips gespeichert werden können. Beliebt bei Musikern … aber auch bei Journalisten, die ein Zuhause für ihre Töne brauchen. Besonders für Mobilreporter praktisch, eine Aufnahme vom Ort des Geschehens hochzuladen und dem Publikum zugänglich zu machen

Und dann war plötzlich die Möglichkeit verschwunden, eine Audiodatei direkt aus der Soundcloud-App auf die Plattform zu laden und zu veröffentlichen. Dumme Sache … heißt es nun für Audio-Uploader von unterwegs die Plattform zu wechseln? Zu Audioboom, dem früheren Audioboo?

Entwarnung: Soundcloud ist auch weiter vom iPhone aus befüllbar, wenn auch auf einem neuen Weg

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